08.01.2020

Die politischen Fragen bleiben offen

Zum heutigen Urteil gegen die ehemalige Geschäftsführerin des Zentrums bleibt anzumerken:

Das Gericht sieht in 755 Fällen von Beträgen über 50,00 € mit einem Gesamtschaden von 185.667,00 € die Untreue als erwiesen an. Ein weiterer Schaden von über 25.000,00 € besteht aus Beträgen von unter 50,00 €, was rein rechnerich auf mindestens weitere 1000 Fälle hinweist. 
Jeder einzelne Fall erfordert unabhängig von der Höhe des Betrages Energie und Zeit für Bestellung, Bezahlung, Annahme und Aufbewahrung oder Weiterverbringung der Waren. Dazu kommt die Vertuschung und die Anfertigung von Ersatzbelegen in der Buchhaltung. Wie konnte dieser Aufwand über Jahre betrieben werden, ohne das dies auffiel?


Die Vermutung liegt nahe, dass die übrigen Aufgaben der Geschäfstführung so begrenzt sind, dass genügend Spielraum bleibt.

Schon lange vor dem Bekanntwerden der Vorfälle haben wir als Grüne Fraktion Aufklärung darüber verlangt, welche kulturelle oder pädagogische Arbeit seitens des Vereines außer der kommerziellen Vermietung der Räume geleistet wird, die städtische Zuschüsse in sechstelliger Höhe rechtfertigt. Eine Antwort steht seitens des Vereines, aber auch seitens der Verwaltung und der anderen Stadtratsfraktionen aus.

 

Stefan Schlags stv. Fraktionsvorsitzender

URL:http://www.gruene-bayreuth.de/kv-bayreuth-stadt/volltextansicht-kv-bayreuth-stadt/article/pressemitteilung_die_politischen_fragen_bleiben_offen/