Freiflächen- und Agri PV-Anlagen

Stadtratsfraktion begrüßt das Konzept der Verwaltung.

18.12.23 –

Bauausschuss gibt grünes Licht für Freiflächen- und Agriphotovoltaikanlagen. Die Fraktion der Grünen und Unabhängigen begrüßt das von der Verwaltung präsentierte Konzept als einen längst überfälligen Schritt, den man bereits vor Jahren hätte tätigen können und müssen.

Kritik gibt es jedoch am Vorhaben „Solarpark Saas“ der Stadtwerke Bayreuth Erneuerbare Energien GmbH & Co KG. Hier wurde die Chance vergeben, ökologischen und ökonomischen Nutzen zu vereinbaren: Man hätte an dieser Stelle durchaus eine Agri PV-Anlage errichten, darunter ökologischen Landbau betreiben und so etwas für den Trinkwasserschutz, bzw. das Brunnengebiet „Saaser Stollen“ tun können. Eine Finanzierung mittels Bürgerbeteiligung hätte das innovative Projekt abgerundet.

Doch wie mittels Pressemitteilung vom 22.09.23 verkündet, soll der im „Solarpark Saas“ erzeugte Strom für die Erzeugung von Wasserstoff für den Antrieb der Wasserstoffbusflotte der Stadtwerke Bayreuth Verkehr und Bäder GmbH eingesetzt werden. Dies, so Fraktionsvorsitzende Sabine Steininger, sei eine Verschwendung von Energie und Finanzmitteln, konkret von Steuergeldern.

Nach Ansicht der Grünen wäre es besser gewesen, den Strom selbst zu vermarkten, um den Anteil der Eigenstromerzeugung der Stadtwerke Bayreuth, der sich aktuell im einstelligen Prozentbereich bewegt, zu erhöhen.

Die Wirtschaftsökonomin Claudia Kemfert bezeichnet Wasserstoff als den Champagner unter den Energieträgern. Das hat seinen Grund:

Wegen der langen Verlustkette stehen beim Wasserstoffantrieb am Ende 25 bis 40 % des ursprünglichen Solarstroms zur Verfügung. Bei der Umwandlung von grünem Strom in Wasserstoff verliert man 20 bis 30 %. Danach muss der Wasserstoff auf Druck gebracht, zwischengelagert und zur Wasserstofftankstelle gebracht werden, wofür nochmals ca. 25 % der Energie aufgewandt werden. Im Bus verwandelt dann eine Brennstoffzelle den Wasserstoff wieder in Strom, was mit einem Verlust von 40 % verbunden ist.

Die Wasserstoffstrategie der Stadtwerke ist daher ein Millionengrab.

Auf Grund der sehr langen Lieferzeiten für Elektrolyseur und Wasserstoffbusse, trägt unsere Fraktion diesen Gutachtensteil dennoch mit. Dann in dieser Zeit kann noch einiges geschehen.

Sabine Steininger, Fraktionsvorsitzende

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