Herzen öffnen - Gemeinsam leben

Nirgendwo ist das Miteinander so unmittelbar und so wichtig wie in der eigenen Kommune. Darum muss jede Stadt besonderes Augenmerk auf die sozialen Handlungsfelder legen: Familien, Jugend, Senioren und Integration.

Familien

Familien sind die Gegenwart und die Zukunft in einer Stadt. Zudem ist ihnen in nicht geringem Maße auch das „gemeinsame Gedächtnis“ einer Stadt verankert. Darum kann es nicht kommunale Familienpolitik im Sinne eines Ressorts geben, sondern sämtliche Politikfelder tragen zu einer familienfreundlichen Stadt bei. Es fehlt an der Abstimmung, der Koordination und der Orientierung an den NutzerInnen und deren Bedürfnissen.


Bayreuth bietet eine Vielzahl sinnvoller, förderungs- und ausbauwürdiger familienfreundlicher Leistungen. Allerdings sind die meisten dieser Leistungen in einem beliebigen, eher zufälligen Nebeneinander. Familienfreundlich wird eine Stadt erst dann, wenn die Familienorientierung mehr ist, als die Summe der einzelnen familienpolitischen Leistungen.


Unser Schlüssel:
Koordiniert werden sämtliche Angebote von einem Familienbüro, das auf der Basis eines durchdachten Familienkonzeptes entsteht. Die kommunalen Leistungen, die für Familien wertvoll sind, finden sich in den anderen Themen dieses Programms. Stellvertretend seien hier nur genannt: Die Förderung kultureller Initiativen, bezahlbares, gemischtes und innenstadtnahes Wohnen, ein breites Sportangebot, sichere Arbeitsplätze und gemeinwohlorientierte Unternehmen, eine Willkommenskultur, die sich auf Familien, Kinder und alleinerziehende Eltern erstreckt, sichere und preisstabile Energieversorgung, ein sicheres Radwegenetz und kostenlose Busnutzung für alle unter 18-jährigen, Partizipationsmöglichkeiten und Entfaltungsräume für Heranwachsende, generationenübergreifende Wohnprojekte und ein breites, kompetentes Bildungsangebot.

Jugend

In der Bayreuther Öffentlichkeit herrscht oft das Bild von einer orientierungslosen, vergnügungssüchtigen Jugend. Diesem Zerrbild hat die Bayreuther Jugendpolitik bisher wenig entgegengesetzt. Jugendliche nehmen eine Misstrauenskultur seitens der Öffentlichkeit wahr. In einer Generation, die meist als Störfaktor gesehen wird, entsteht nicht der Eindruck, tatsächlich als gleichberechtigter Teil der städtischen Gesellschaft angenommen zu werden.


Jugendlichen in Bayreuth müssen Zukunftsperspektiven eröffnet werden. Die jüngere Generation ist ein Entwicklungs- und Innovationsfaktor für Bayreuth. Jugendliche bringen als ExpertInnen in eigener Sache ihre Interessen im Dialog der Generationen quantitativ und qualitativ gleichberechtigt ein. Sie findet in Bayreuth attraktive Angebote und Räume, sich selbst zu entfalten und eine eigene Identität zu entwickeln.


Unser Schlüssel:
Wir setzen Vertrauen in das Verantwortungsbewusstsein und das Engagement der Jugend. Um die Partizipation von Menschen zwischen 14 und 18 Jahren zu ermöglichen, hat das Jugendparlament einen ständigen Sitz im Jugendausschuss und Rederecht im Stadtrat. Das Jugendparlament ist unabhängig von Jugendamt und Stadtjugendring und verfügt über eigene Räume. Weitere Partizipationsmöglichkeiten wie eine Jugendvollversammlung oder webbasierte Jugendbeteiligungsformen werden geschaffen. Die Schokofabrik ist Kristallisationskern und Anlaufstelle für Jugendkultur- und Jugend- Sport. Bei öffentlichen Bauprojekten werden die Interessen der Jugend als künftiger NutzerInnen gehört und nach Möglichkeit verwirklicht.

Senioren

Rund ein Drittel der WahlbürgerInnen sind SeniorenInnen und ihre Zahl steigt kontinuierlich. Menschen werden immer älter und in der Folge steigt die Zahl der Pflegebedürftigen. Die „Alten“ sind keine homogene Gruppe, sondern haben verschieden Bedürfnisse. Dazu kommen immer mehr ältere MitbürgerInnen mit Migrationshintergrund. Wirksame Erhöhungen der Renten und der Leistungen des Staates sind trotz der abzusehenden „Pflegekatastrophe“ nicht zu erwarten.


Ältere Menschen wollen möglichst lange selbstbestimmt und mit weiterhin hoher Qualität leben. Vertrautes Wohnumfeld, ausreichende Mobilität, Sicherheit und - wenn nötig - Hilfen für Gesundheit und Pflege sind Wünsche und Ziele, die eine Stadtplanung berücksichtigt. Es geht nicht darum, nur eine gewisse Zahl von Heimplätzen bereitzustellen. Gefordert ist eine Politik, die ein Alter in Selbstbestimmung, Würde und Gemeinsamkeit ermöglicht. Es geht aber auch darum, die Potenziale nutzbar zu machen, über die viele Senioren oft in reichem Maße verfügen.


Unser Schlüssel:
Lebensqualität steigt, weil Menschen länger in ihrer eigenen Wohnung leben können. Statt auf stationäre Pflege wird auf den generationengerechten Umbau von Wohngebieten gesetzt. Barrierefreiheit ist bei Neu- und Umbauten Standard sein. Ambulante Pflegedienste, „fliegende Händler“ und Apotheker, Cafes, Seniorenclubs auch in den Stadtteilen, Beratung vor Ort sowie neue andere neue Wohnformen wie Pflege- oder Wohngemeinschaften sind selbstverständlich. Der Seniorenbeirat sensibilisiert Einzelhandel, Dienstleister und Handwerk für die spezielle Bedürfnisse älterer Menschen. Präventiv arbeiten alle Dienstleister im Gesundheitswesen zusammen. Gesunde und altersgerechte Arbeitsplätze helfen Menschen, länger gesund arbeiten zu können. Ausreichend lange Grünphasen für Fußgänger und gut zu findende Toiletten ermöglichen Mobilität. Verbände und Vereine, die sich um die Ärmsten kümmern, werden finanziell und personell gestärkt werden, die Willkommenskultur erstreckt sich selbstverständlich auch auf SeniorInnen mit Migrationshintergrund.

Migration

Was hat sich seit der Ankunft der ersten, damals so genannten „Gastarbeiter“ in unserer Stadt geändert? Ist Bayreuth für Zuwanderer interessant? Ist man hier tolerant und achtet die Vielfalt? Leisten unsere Behörden konkrete Hilfestellungen für diesen Kreis?


Deutschland und auch unsere Stadt sind aufgrund des demografischen Wandels auf Zuwanderung angewiesen. Andernfalls wird die Bevölkerung in den nächsten 30 Jahren erheblich zurückgehen. Zuwanderung bedeutet dagegen Vielfalt und wachsende Vielfalt ist ein großes Potenzial für die Stadtentwicklung. Erfolgreiche kommunale Integrationspolitik ist ein entscheidender Standortfaktor.


Unser Schlüssel:
Integration ist Chefsache und ihrer Bedeutung entsprechend angesiedelt. Sie ist als ressortübergreifende Querschnittsaufgabe in der Verwaltung verankert. Es wird dazu eine Gesamtstrategie erarbeitet. Die Kommune versteht sich als zentraler Akteur zur Koordinierung und Abstimmung aller gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Integrationsbemühungen. Das Ausländer- und Integrationsamt sind im Rathaus I angesiedelt. Die MitarbeiterInnen verfügen über fundierte Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kommunikationskompetenzen. Sie sind freiwillig im Ausländeramt beschäftigt. Arbeitsabläufe sind optimiert, die Institutionen sind vernetzt, arbeiten freundlich, vertrauensvoll und service-orientiert. Bayreuth als Ort der Willkommenskultur pflegt mit allen integrationsbedürftigen Menschen einen Umgang, der von Toleranz, Achtung und Wertschätzung geprägt ist. Die Stadt erhöht den Anteil der MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund in der Verwaltung.

Aktuelle Termine

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